Neuhäuser Sportvereine vor dem Aus?
Sportstättennutzungspauschale erfordert 50%ige Erhöhung der Mitgliedsbeiträge
Der neue Vorstand ist erst wenige Wochen im Amt und sieht sich bereits großen Herausforderungen gegenüber. "Kinder sind unsere Zukunft", "Gesundheit fördern" und "soziales Engagement stärken" – Diese und ähnliche Leitgedanken konnten wir noch vor wenigen Wochen auf Parteiplakaten lesen. Die den Paderborner Sportvereinen bevorstehende Sportstättennutzungspauschale wirkt diesen löblichen Prinzipien jedoch vehement entgegen.
Schon zu Beginn des nächsten Jahres berechnet die Stadt den hiesigen Vereinen 'Kopfgelder' in Höhe von bis zu einem Euro pro Mitglied – pro Monat! Dies geschieht zusätzlich zu ohnehin geleisteten, erheblichen Beiträgen der durchweg gemeinnützigen Neuhäuser Sportgemeinschaften: Abgaben an Versicherungen und Sportverbände, Anschaffungskosten für Sportgeräte, Renovierung von Sportstätten und nicht zuletzt der enorme ehrenamtliche Arbeitseinsatz, der allein in Schloß Neuhaus und Sennelager über 6.000 Mitgliedern den Freizeitsport erst ermöglicht. Kosten auf der einen Seite werden darüber hinaus begleitet von Einsparungen – zum Leid der Vereine auf derselben Seite: Fördermittel und Arbeitsplätze werden ebenfalls ersatzlos gestrichen. Die traurigen Konsequenzen: Die Vereine blicken einer ungewissen Zukunft, wenn nicht sogar dem Aus, ins Auge, sind zur Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um bis zu 50 Prozent gezwungen! Es folgen zahlreiche Kündigungen der Mitgliedschaft - und mit diesen viele hundert Kinder und Jugendliche ohne geregelte Freizeitbeschäftigung.
Nicht nur Sport und Gesundheit bleiben so auf der Strecke, sondern auch gemeinschaftliches Miteinander, soziale Strukturen, gesellschaftliche Werte. Die Neuhäuser Vereine bieten ihren Mitgliedern nicht nur die Möglichkeit zu Bewegung und sportlicher Leistung, sondern fördern genauso eben diese sozialen Werte. Vom Vermitteln grundlegender Spiel- und Verhaltensregeln bis hin zur Möglichkeit für jugendliche Mitglieder, aktiv im Trainingsbetrieb oder bei außerordentlichen Aktionen mitzuwirken: Sportvereine fördern soziale Kompetenz – die Straße nicht.
Teamgeist, Fairness, Durchsetzungsvermögen u. a. bleiben auf der Strecke, ... Faktoren, die zunehmend auch von Arbeitgebern als wichtige persönliche Eigenschaften eingestuft werden.
Das Spielen auf der Straße wird jedoch vielen Kindern und Jugendlichen die einzige erschwingliche Alternative zum Sportverein sein, wenn die Beiträge erhöht werden müssen. Bereits jetzt gibt es besonders im teilweise sozial schwachen Schloß Neuhaus viele junge Mitglieder, für deren Familien die Beiträge nur schwer oder nicht bezahlbar sind. Jugendtreffs wie in Mastbruch oder am Wilhelmsberg, die früher eine Anlaufstätte für unsere jungen Mitbürger waren, wurden bereits vor Jahren geschlossen.
Die Neuhäuser Sportvereine ermöglichten bisher durch ihre soziale Beitragsstruktur, z.B. durch Familienbeiträge oder besonders geringe Beiträge für Kinder und Jugendliche, eine Mitgliedschaft für fast jeden Geldbeutel. Sie fördern das soziale Miteinander, sorgen für die Integration weiter Bevölkerungsgruppen und wirken so präventiv gegen Diskriminierung, Werteverfall und gesellschaftsschädigendes oder sogar kriminelles Verhalten.
Die Ehrenamtlichen der Neuhäuser Sportvereine bitten nach Monaten stadtinterner Diskussionen und Beschlüsse endlich um ein erstes offenes Gespräch über die wirtschaftlich gefährdete Zukunft der Vereine und die gesellschaftlich gefährdete Zukunft der Schloß Neuhäuser Bürger. Denn die Zukunft der Kinder, die Gesundheit der Bürger und soziales Engagement stehen wie eh und je im Mittelpunkt ihrer sportlichen Arbeit und sollten genauso im Mittelpunkt politischer Arbeit stehen.
Wir, die Neuhäuser Sportvereine, möchten ein offenes Gespräch auf Augenhöhe nach der zur Recht in den Mittelpunkt gestellten Devise: „Nicht am Sport, vielmehr mit dem Sport sparen!“
18. Geseker Einladungswettkampf 2010„Ich finde wir haben ganz ordentlich geschwommen und für den ersten Wettkampf nach Jahren uns gar nicht so schlecht angestellt.“ So resümierte Inga zum ersten Mal in Ihrer neuen Funktion als technische Leiterin die Teilnahme des SV Poseidon an einem Schwimmwettkampf. Insgesamt 8 Schwimmerinnen und Schwimmer brachte sie zu 15 Rennen auf die Startblöcke im benachbarten Geseke. Erfolgreichster Athlet war Moritz Bensberg. Mit einer Zeit von 1:26,10 über 100m Brust belegte er Platz 1 im Jahrgang 1994. Im Wettkampf 4x50m Lagen belegte die Männerstaffel einen hervorragenden 6. Platz in der Zeit von 2:30,80 Min. Hier die weiteren Ergebnisse im Einzelnen: 100m Brust Weiblich 100m Brust Männlich 100m Rücken Männlich 4x50 Lagen Staffel 100m Freistil Weiblich 100m Freistil Männlich Neuer VorstandAm 27. März startete um 14 Uhr die Jahreshauptversammlung des SV Poseidon wie gewohnt im Vereinsraum des Residenzbades. Bereits im Vorfeld kündigten Alfred Lungmus und Horst Meier an, nicht mehr zur Wahl zu stehen. Nach gut 40 Jahren sollte es damit einen neuen technischen Leiter und einen neuen ersten Vorsitzenden geben. Als neue erste Vorsitzende wurde Jessica Happe einstimmig gewählt. In die Fußstapfen von Alfred Lungmus wird Inga Scheike treten, die ohne Gegenkandidat ebenfalls alle Stimmen auf sich vereinigen konnte. Genau wie der zweite Vorsitzende Stefan Cink, sind die beiden im Poseidon seit frühester Kindheit aktiv und haben bei Alfred das Schwimmen gelernt. Für alle Beteiligten war es ein besonderer Moment. Als neue Kassiererin wurde Michaela Kemper gewählt. Walburga Krauss stand aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl. Für ihre jahrzehntelange Vorstandsarbeit wurde im Anschluss an die Veranstaltung Horst Meier zum Ehren-Vorsitzenden und Alfred Lungmus zum Ehren-Technischer-Leiter ernannt. Unter großem Applaus nahmen sie ihre Urkunde und einen kleinen Pokal entgegen. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Wahl einer neuen Jugendwartin. Ebenfalls ohne Gegenkandidatin übernahm Carolin Schumacher dieses Amt. Unterstützt werden sie und ihr Amtskollege Mathias Höckelmann in Zukunft von einem Jugendausschuss. Gerade bei Vorbereitungen für Veranstaltungen wie die Nikolausfeier können die Beiden somit auf einen Pool von Helfern zurückgreifen. Im letzten Wahlgang wurden Markus Cink und Walburga Krauss zum Kassenprüfer gewählt. In guter alter Tradition werden zur Jahreshauptversammlung auch die Vereinsmeister geehrt. Jessica und Inga nahmen das zum Anlass für ihre erste Amtshandlung und übergaben die Urkunden und Pokale. Hier die Platzierungen im einzelnen: Platz 1 bis 6 männlich: 1. Tobias Röttgerkamp, 2. Marcel Röttgerkamp, 3. Falco Mikus, 4. Lukas Ernst, 5. Marcus Cink, 6. Dave Parfitt. Platz 1 bis 6 weiblich: 1. Sarah Röttgerkamp, 2. Hannah Kuckling und Chantal Lochowicz, 3. Celine Thewes,, 4. Jana Hunstig und Angelika Wetzel, 5. Pia Sprenger, 6. Lisa Hunstig. Eine weitere Ehrung stand als nächstes auf dem Programm: die Jubilare. Rosemarie Kemper, Erika Nienaber und Margarete Petrikowski standen für 25 Jahre und Resi Brunsing für 40 Jahre Mitgliedschaft im Rampenlicht. Abgeschlossen wurde der bunte Nachmittag wie jedes Jahr mit einer Verlosung.
Jahreshauptversammlung 2010Am kommenden Samstag findet um 14 Uhr die diesjährige Jahreshauptversammlung wie immer im Vereinsraum im Residenzbad statt. Der Vorstand freut sich wie immer über zahlreiches erscheinen.
Ein Bericht aus NdolageViele von Euch werden sich noch gut an das 24 Stunden Schwimmen im vergangenen Juli erinnern. Dieser besondere Wettkampf stand nicht nur einem sportlichen Motto, sondern hatte auch einen wohltätigen Hintergrund: das Krankenhaus in Ndolage, Tansania. Wir berichteten damals ausführlich. Nach der Hälfte der Zeit, können wir sagen, es hat sich wirklich gelohnt! Mit einem Teil des Geldes konnten wir unmittelbar dazu beitragen, dass die Turbinen am Wasserfall wieder in Stand gesetzt wurden. Dadurch ist die so notwendige Stromversorgung des Krankenhauses wieder zu 100% gewährleistet. Der Rest der Summe ist in den Poor Patient Fund geflossen. Mit diesem "Sparstrumpf" werden Patienten unterstützt, die sich die Behandlung hier in Ndolage nicht leisten können, sie aber dringend benötigen. Dazu muss man wissen, dass so ziemlich jeder Patient hier dringend Hilfe benötigt. Sie werden nicht wie bei uns zu Hause komfortabel mit dem Krankenwagen eingeliefert, sondern kommen auf eigene Faust hierher: zu Fuß, mit dem Sammeltaxi (Dalla Dalla) oder mit einem Motorradtaxi (Piki Piki). Im schlimmsten Fall legen sie bis zu 300km zurück! So einen Weg nimmt man nicht wegen einer Lapalie in Kauf. Nicht selten werden sie nach kurzer Untersuchung zum sterben wieder nach Hause geschickt, weil man außer Schmerzmitteln nichts mehr für sie tun kann. Für diesen Fall gibt es das sogenannte "Palliative Care-Team". Einmal in der Woche fährt ein Landrover mit freiwilligen Helfern in die umliegenden Dörfer und unterstützt besagte Patienten z.B. bei der Katheterpflege und versorgt sie vor allem mit Schmerzmitteln. Der Grund für solche schlechte Diagnosen ist zum einen, dass die Patienten viel zu spät kommen, zum anderen, dass die medizinischen Möglichkeiten einfach nicht ausreichen, weniger vom fachlichen Wissen der Ärzte. Die Geräte vor Ort sind schlichtweg nicht ausreichend. |

